Die Besonderheit beim Wasserablaufrohr besteht darin, dass einerseits die Befestigung des Rohres am Motor des Stey 288 durch das Rohr selbst erfolgt, anderseits ist im Rohr auch das Thermostat untergebracht.
Dem Wasserablaufrohr habe ich noch kurzentschlossen ein neues Schlauchanschlussstück spendiert. Hier passt übrigens das gleiche Stück (20x35mm), wie auch auf der anderen Seite des Schlauchs, welches in der Wasserpumpe verbaut ist.
Um das Rohr zu montieren, werden zunähchst die Stiftschrauben in den Motorblock gedreht. Anschließend wird das Wasserablaufrohr über die Stiftschrauben geschoben (Dichtung zwischen Motorblock und Rohr nicht vergessen) und von der anderen Seite nach Einlegen der Dichtringe mit jeweils einer Hutmutter festgezogen. Prinzipiell sind zur Abdichtung zwei Kupfer-Dichtringe vorgesehen. Da ich in der Vergangenheit schon mehrmals Probleme mit der Dichtheit der Kupfer-Dichtringe hatte, wurden diese von mir durch USIT-Dichtringe ersetzt. Auf den ersten Fotos sind noch die probeweise montierten Kupfer-Dichtringe zu erkennen.
Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll die Tatsache, dass die Hutmuttern klarerweise über keine Schraubensicherung (z.B. Federring) verfügen, da sie ja völlig plan am Dichtring anliegen sollen. Ich habe daher die Stiftschrauben mit flüssiger, mittelharter Schraubensicherung (Loctite 2400) versehen.
Im Rohr ist auch das Thermostat untergebracht. Wie ich meinen Steyr 288 zerlegt habe, war dieses nicht mehr vorhanden, wurde also irgendwann ausgebaut. Laut Reparaturhandbuch sollte das Thermostat über eine Öffnungstemperatur von 70°C (± 2°C) verfügen. Das von mir verbaute Thermostat hat nun eine Öffnungstemperatur von 74°C. Unterhalb und oberhalb des Thermostats ist der passende Gummidichtring einzulegen. Sowohl das Thermostat, als auch die Gummidichtringe habe ich bei KFZ Deimel bezogen.
Anschließend sind Wasserablaufrohr und Wasserpumpe mit dem passenden 90° gebogenen Schlauchstück und zwei Schlauchschellen zu verbinden.
Oberhalb des Thermostats wird dann der "Krümmer" aufgeschraubt, welcher später die Verbindung zum Kühler herstellt. Zur Sicherheit habe ich die Fläche zwischen Krümmer und Wasserablaufrohr noch zusätzlich mit einer modernen Dichtmasse versehen. Das beim Verschrauben herausgequetschte Material kann nach ein paar Tagen leicht durch "Rubbeln" entfernt werden.
Die ganz Aufmerksamen unter Euch werden am oberen Bild erkennen, dass der Krümmer auf der oberen Seite keine Gewindebohrungen aufweist. Diese sind notwendig, wenn die erste Kühlergeneration verbaut ist, die noch über den langen Einfüllstutzen ("Pfeife") gefüllt werden. Ich hatte zwei (2) Krümmer und habe beide hergerichtet und natürlich prompt zuerst den falschen eingebaut. Die korrekte Ausführung seht Ihr im Titelbild!



