Nachdem der Motorblock nun für die weiteren Arbeiten vorbereitet ist und auch das Rädergehäuse auf der Vorderseite bzw. Schwung und Anschlußplatte auf der Rückseite abmontiert wurden, kann als nächstes die Ölwanne des Steyr 288 entfernt werden.
Auch wenn das Motoröl über mehrere Tage abrinnen konnte, empfehle ich doch, unter den Motor entweder ein großes Gefäß oder mehrere Fetzen aufzulegen, da nach dem Entfernen der Ölwanne noch einiges an Motoröl herunter tropft.
Ein Blick in die abgenommene Ölwanne zeigt, dass diese zumindest einmal demontiert war, da sie nicht mit einer Korkdichtung, sondern mit (roter) Dichtmasse abgedichtet wurde. Auch kann man erkennen, dass die Ölwanne innen beschichtet wurde, was deshalb für mich sehr interessant ist, da ich noch über eine zweite Ölwanne verfüge, die an der Innenseite nicht beschichtet ist.
An der Unterseite des Motoblocks erkennt man die beiden Ölleitungen - das Saugrohr, dass das Öl aus dem fix montierten Grobfilter in der Ölwanne saugt und die Druckleitung, die zum Überdruckventil führt. Beide Leitungen enden im unteren Motorgehäuse an der Ölpumpe.
Um die Druckleitung zu entfernen, muss nur die Überwurfmutter am Überdruckventil gelöst werden. Das Rohr kann dann aus der Ölpumpe herausgezogen werden. Das Saugrohr ist mit zwei Schellen am Motorgehäuse festgeschraubt. Neben der offensichtlichen Schraube an der Unterseite, ist auch die Verschraubung an der Ölpumpe, am besten mit Ratschenverlängerung und Gelenkstück, zu lösen. Auch das Saugrohr kann dann aus der Ölpumpe herausgezogen werden. Sollten sich die Leitungen nicht aus der Ölpumpe mit geringem Kraftaufwand herausziehen lassen, könnte es, so wie bei mir, daran liegen, dass anstelle von Dichtringen, die die Leitungen zu Ölpumpe abdichten, die Leitungen mit reichlich Dichtmasse quasi in die Ölpumpe eingeklebt wurden.
Zu guter Letzt kann das Überdruckventil von der Unterseite des Motorgehäuses abgeschraubt werden.





