Nach den Erfahrungen, die ich bei den Arbeiten an der linken, hinteren Halbachse meines Steyr 288 gesammelt habe, geht es nun mit Elan an die rechte Seite des Oldtimers. Auch hier galt es zunächst, einiges an Vorarbeiten zu leisten. Als Erstes musste wieder der Kotflügel, samt Seitenblech und die (nur noch rudimentär vorhandene) elektrische Verkabelung entfernt werden.
Natürlich war auch hier der optische Zustand (Verschmutzung, Ölaustritt, etc.) erbärmlich. Vielleicht fragt sich der eine oder andere Leser, warum ich den Traktor nicht vor Beginn der Restaurierungsarbeiten mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet habe - ich wollte mir nicht die Chance nehmen, alle Probleme zu sehen. Ich hätte wahrscheinlich schon viel Schmutz abtragen können, aber damit z.B. auch viele der Ölflecken entfernt, die wiederum Auskunft über Undichtigkeiten geben.
Beim Ablassen des Getriebeöls aus dem Planetengetriebe, kam diesmal doch ein wenig (flüssiges) Öl zum Vorschein. Im Nachhinein betrachtet, vermute ich, dass auf der linken Seite das Öl nie gewechselt (höchstens ergänzt) wurde; auf der rechten Seite hingegen schon - zum "Warum" komme ich später. Trotz dem massiven Einsatz von Rostlösern, ist mir der Schraubenkopf, welche die Frontlader-Konsole am Lagerblech (Längsträger) befestigt, abgerissen - immerhin eine M18 x 60! Dazu später ein eigener Bericht.




