Die Besonderheit an der vorderen Zapfwelle bei meinem Steyr 288 ist sicher die Tatsache, dass diese (höchstwahrscheinlich) seit 1963 nie verwendet wurde. Mehrere Gründe lassen mich zu diesem Schluss kommen: Erstens war auf der Zapfwelle noch der originale, blecherne Zapfwellenschutz. Diesen abzunehmen war ein Kraftakt der besonderen Art, so fest war der Schutz mit dem vorderen Lagerdeckel des Gehäuses zusammengerostet.
Die Zapfwelle selbst war relativ stark korrodiert; es wird über die Jahrzehnte immer wieder Wasser in den Zapfwellenschutz eingedrungen sein und die Welle dann regelrecht über viele Tage im Wasser "gebadet" haben.
Auf den Fotos ist auch zu erkennen, dass hier wieder einmal ein Wellendichtring undicht ist. Zur Restaurierung wurde die komplette Zapfwelle, samt Gehäuse demontiert und zerlegt. Gut zu erkennen, wie ein regelmäßiges Ölbad konserviert - innerer bzw. äußerer Bereich der Zapfwelle.
Nach Reinigung samt Sandstrahlen und Lackieren kann zuerst wieder alles zusammengebaut und dann montiert werden. Natürlich müssen vorderer und hinterer Lagerdeckel gegen das Zapfwellengehäuse und dieses selbst gegen das Getriebegehäuse ordentlich abgedichtet werden. Den äußeren Teil der Zapfwelle habe ich nach dem Sandstrahlen gut eingeölt.













